Bücher von Martin Hafen

 

Mythologie der Gesundheit. Zur Integration von Salutogenese und Pathogenese. (Mit einem Vorwort von Jost Bauch). Heidelberg. 2007

Verlag für Systemische Forschung des Carl Auer-Verlags; Infos: http://www.carl-auer.de/programm/978-3-89670-380-4, 127 Seiten, Kt, 2007, € 16.95 / sFr 30.00, ISBN 10: 3-89670-380-3, ISBN 13: 978-3-89670-380-4)

Klappentext:
Gesundheit ist eines der zentralen Themen unserer Zeit. Wir werden überflutet mit Berichten über Vorfälle und Verhaltensweisen, die die Gesundheit gefährden. Auch die Menge der Ratschläge, wie wir unsere Gesundheit fördern könnten, ist nicht mehr überblickbar.
Aber was ist eigentlich Gesundheit? Ist Gesundheit etwas Eigenes, etwas positiv Bestimmbares oder ist sie nur die andere Seite der Krankheit? Die Vielfalt der Antworten auf diese Fragen und die Differenzen zwischen den einzelnen Definitionen sind so beachtlich, dass der einzige Konsens in der Feststellung besteht, dass es eine allgemein anerkannte Definition von Gesundheit nicht gibt.
Das Buch setzt sich mit diesem Defizit an begrifflicher Tiefenschärfe auseinander, erarbeitet eine umfassende Definition von Gesundheit und Krankheit und dekonstruiert einige wenig trennscharfe Unterscheidungen wie "Prävention/Gesundheitsförderung" oder "Salutogenese/Pathogenese". Es nutzt dazu die Mittel der soziologischen Systemtheorie.
Ausgehend von dieser Begriffsklärung bietet es Ansätze zu einer systemtheoretischen Beschreibung des Gesundheitssystems als Einheit von Präventions- und Behandlungssystem und zieht aus dieser Analyse den Schluss, dass die ständig steigenden Kosten im Gesundheitswesen nur mit einer nachhaltigen Umstellung von kurativer auf präventive Medizin in den Griff zu bekommen sind, wenn Gesundheit nicht zu einem Luxusgut werden soll, das sich nur noch eine Minderheit leisten kann.

 

 

Systemische Prävention - Grundlagen für eine Theorie präventiver Massnahmen. (Mit einem Prolog von Peter Fuchs). Heidelberg. 2005

Verlag für Systemische Forschung des Carl Auer-Verlags; Infos: http://www.carl-auer.de/programm.php?isbn=3-89670-348-X; 688 Seiten, Kt, 2005, ca. € 49.95 / sFr 86.00, ISBN 978-3-89670-348-4

Klappentext:
Ob Drogensucht, sexueller Missbrauch, Aids, Jugendkriminalität oder häusliche Gewalt – in allen Medien ertönt die Forderung nach mehr Prävention. Dabei ist die Wirkung präventiver Maßnahmen bei komplexen Phänomenen wie Sucht oder Gewalt schwer nachweisbar.
Dieses Buch bietet erstmalig eine umfassende Analyse der Prävention und der Vielfalt ihrer Maßnahmen. Der Herausforderung, diese Mannigfaltigkeit angemessen zu beschreiben, begegnet der Autor mit der soziologischen Systemtheorie nach Niklas Luhmann. Die dabei entwickelte Theorie ermöglicht Fachleuten einen neuen Blick auf ihr Handeln und offenbart wissenschaftlich Interessierten die Nutzbarkeit der Systemtheorie für die Beschreibung der Praxis.

Rezension von Jan Volker Wirth auf www.postmoderne-sozialarbeit.de

 

   
Soziale Arbeit in der Schule zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Ein theorie-geleiteter Blick auf ein professionelles Praxisfeld im Umbruch.(Mit einem Vorwort von Roland Merten)

Verlag interact. Luzern. ISBN-3-906413-28-4, 110 Seiten, Euro 19.90, Fr. 29.80, Bestellung über www.hsa.fhz.ch/verlag oder direkt per E-Mail: interact@hsa.fhz.ch.

Klappentext:
Seit einigen Jahren ist im deutschsprachigen Europa eine deutliche Zunahme Sozialer Arbeit in der Schule festzustellen. Dabei zeigt sich, dass die Soziale Arbeit in der Schule in erster Linie eine 'Feuerwehr-Funktion' übernimmt und sich die präventive Arbeit, die unter anderem die Veränderung der Schulstrukturen anstrebt, als schwierig erweist. Zudem werden integrative Modelle Sozialer Arbeit in der Schule mit einer gleichberechtigten Kooperation von Lehrkräften und Fachleuten der Sozialen Arbeit nur selten realisiert.
Martin Hafen nutzt die soziologische Systemtheorie und ihr Konzept der funktionalen Differenzierung, um nach Erklärungen für diese Kooperationsprobleme von Schule und Sozialer Arbeit zu suchen. Er zeigt auf, wie ähnlich sich die beteiligten Disziplinen in mancher Hinsicht sind, und schlägt vor, Soziale Arbeit nicht in der Schule, sondern als interdisziplinäre Kooperationsform ausserhalb der Schule zu organisieren.

 

Letzte Änderung auf der Buchseite: 20.12.06